Walter Gramming

Überblick

Walter Gramming, geboren 1952 in Neustadt/Aisch, ist ein freischaffender Künstler, der in Berlin und der Uckermark/Brandenburg lebt. Seit 1978 arbeitet er selbstständig und hat sich einen Namen durch seine vielfältigen Medienkunstprojekte gemacht. Er ist bekannt für seine interdisziplinären Arbeiten, die Video, Installation, Performance und Mixed Media umfassen. Seine Kunst beschäftigt sich oft mit gesellschaftlichen, philosophischen und historischen Themen und reflektiert diese auf innovative Weise.

Zusammenarbeit mit uschi frank (ushi f)

Seit 1994 arbeitet Gramming eng mit Uschi Frank (ushi f) zusammen. Diese Zusammenarbeit hat zu zahlreichen gemeinsamen Video- und DVD-Produktionen geführt, die bei renommierten Medienkunstverlagen wie monitorpop, 235 media und Infermental-Videomagazin erschienen sind. Ihre gemeinsamen Projekte zeichnen sich durch eine experimentelle Herangehensweise und eine kritische Auseinandersetzung mit Medien und Technologie aus.

Ausstellungen und projekte

Gramming hat an zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen teilgenommen. Dazu gehören Ausstellungen im Hamburger Bahnhof, Neue Nationalgalerie in Berlin, Haus am Waldsee und dem Realismusstudio der NGBK. Seine Arbeiten wurden auch im Ausland gezeigt, beispielsweise in New York, Toronto, Den Haag und Riga. Ein besonderes Highlight war die Teilnahme an der Bundesgartenschau Potsdam und der Landesgartenschau Eberswalde.

Frühzeitige arbeiten und medienoperative

Bereits 1976 war Gramming Gründungsmitglied der “Medienoperative Berlin”, was seine frühe Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Grenzen der Medien zeigt. Seine frühen Performancefilme, wie „H&S“ (Super 8), wurden auf internationalen Festivals präsentiert und zeugen von seinem frühen Interesse an experimentellen Filmtechniken. Die DVD „Super 80“ dokumentiert diese frühen Arbeiten und wurde 2003/4 veröffentlicht.

Auszeichnungen und preise

Gramming wurde für seine künstlerische Arbeit mehrfach ausgezeichnet. Dazu gehören der 1. Marler Videoinstallationspreis (1998), der 1. Preis Kunst am Bau für die Installation „Man sieht nur mit dem Herzen gut“ in der Landesklinik Eberswalde (2004) und der Ingenieurpreis des Landes Brandenburg für Gestaltung (2006). Auch der 1. Preis aquamediale für die Acrylinstallation „schaumiges Mahl“ (2006) unterstreicht seine Anerkennung in der Kunstszene.

Aktuelle projekte und gruppenarbeit

Seit 2003 ist Gramming Mitglied der Gruppe OPTIKPROVIANT, zusammen mit ushi f und R. Gottemeier. Die Gruppe realisierte unter anderem die Neoninstallation „Pulsare“ in den Beelitz Heilstätten im Rahmen von Kulturland Brandenburg 2004. Gramming setzt seine künstlerische Arbeit fort und entwickelt weiterhin innovative Projekte, die sich mit aktuellen gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen auseinandersetzen. Seine Arbeiten sind geprägt von einer tiefgründigen Reflexion und einem experimentellen Umgang mit Medien.

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